Twitter Space zu „Respazifizierung – Aktionen gegen Coronaproteste“

Wann: Mi, 26.01.2022 ab 20.30 Uhr
Wo: auf Twitter @KBSachsen

In einer Zeit, in der aufgrund der bestehenden Corona-Schutzverordnungen nur stationäre Kundgebungen mit sehr wenigen Teilnehmenden erlaubt waren, fanden seit November 2021 als „Spaziergänge“ deklarierte, oft nicht angemeldete Aufmärsche an zahlreichen Orten in ganz Sachsen statt. Am letzten Montag waren in Sachsen bis zu 30.000 Menschen auf der Straße. Auf den Demonstrationen werden Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert und unterlaufen sowie, Verschwörungsideologien und Antisemitismus verbreitetet. Die Teilnehmenden vereint oft eine tiefe Ablehnung demokratischer Grundwerte, Institutionen und Vertreter*innen. Mit den Aufmärschen möchten sie den Eindruck vermitteln, sie seien die Mehrheit und sprechen für „das Volk“.

Viele Menschen in Sachsen lehnen die Inhalte und die Form der Anti-Corona-Aufmärsche ab. Eine große Mehrheit im Bundesland hat wenig Verständnis für Corona-Leugnung oder die Aufrufe das derzeitige politische System zu überwinden. Jedoch war diese Mehrheit lange Zeit unsichtbar.
Seit wenigen Wochen formiert sich an zahlreichen sächsischen Orten Widerspruch zu den als „Spaziergängen“ getarnten Aufmärschen. Mehrere Tausend Menschen an unterschiedlichen Orten haben offene Briefe unterzeichnet, in denen sie ihr Vertrauen in die von der Wissenschaft empfohlenen und von der Politik beschlossenen Maßnahmen notwendig ausgesprochen haben. Initiativen wurden ins Leben gerufen im Rahmen derer Menschen die Möglichkeit haben sich gegen Rechtsextremismus und für einen solidarischen Umgang in der Pandemie auszusprechen. Inzwischen gibt es auch Kundgebungen und zivilen Ungehorsam, um den Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie etwas entgegenzusetzen.

Wir möchten uns in unserem Space mit verschiedenen Vereinen, Initiativen und Bündnissen aus Sachsen austauschen, mit welchen Aktionsformen sie sich zu Wort gemeldet haben. Wir möchten uns dazu unterhalten, welche Aktionen für welche Anlässe zweckvoll erscheinen und welche Erfahrungen in den letzten Wochen dazu gesammelt worden sind. Gemeinsam soll es auch darum gehen, welcher Rolle den zivilgesellschaftlich engagierten Menschen in Sachsen in nächster Zeit zukommt und wie man voneinander profitieren kann. Wie gelingt eine erfolgreiche Entspazifizierung in Sachsen?

Mit uns diskutieren neben anderen „Augen auf“ aus der Oberlausitz, die Initiative „Haltung zeigen!“ aus Dresden, Junges Netzwerk Freiberg und das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“.

Seid dabei am 26.1.22 ab 20:30 auf: https://twitter.com/KBSachsen

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