Vielfalt im Dialog

Eine Veranstaltungsreihe über Vielfalt, Integration, Migration und Rassismus

Banner Veranstaltungsreihe "Vielfalt im Dialog"

„Vielfalt im Dialog“ ist eine Veranstaltungsreihe, die mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Kooperationspartnern im Herbst / Winter 2020 über Themen der Migration und Integration mit einer breiten sächsischen Öffentlichkeit ins Gespräch kommen möchte. Mit unterschiedlichen Formaten wie einem Kunstworkshop, Lesungen und Podiumsdiskussionen sollen vor dem Hintergrund aktueller Forschungserkenntnisse und Praxiserfahrungen neue Perspektiven auf Themen der Migrationsgesellschaft gemeinsam entwickelt und diskutiert werden.

Konzipiert und organisiert wird die Veranstaltungsreihe von anDemos – Institut für angewandte Demokratie- und Sozialforschung in Kooperation mit der TU Dresden und dem dort ansässigen Zentrum für Integrationsstudien sowie mit dem Kulturbüro Sachsen.

Banner Veranstaltung "Umkämpftes Asyl", 11.11.2020
11. Nov. | 19:30 Uhr: Patrice Poutrus liest: Umkämpftes Asyl • Gespräche über Zugehörigkeit

Die Veranstaltung findet digital statt und wird gestreamt. Sie können online mitdiskutieren.

Link zum Stream: https://t1p.de/xjy3 (Zoom)
Meeting-ID: 864 1772 2744
Kenncode: #Vielfalt1
Anleitung – so verwenden Sie Zoom.

Wir streamen außerdem bei  Facebook und YouTube.


Sowohl die DDR als auch die Bundesrepublik Deutschland nahmen nach 1945 das Asylrecht in ihre Verfassung auf. Seitdem begleiteten die Diskussionen um die Aufnahme Geflüchteter die bundesrepublikanische Gesellschaft ebenso wie die Gesellschaft der DDR. Auch die Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung waren nachhaltig von diesen Auseinandersetzungen geprägt. Die Themen Flucht, Asyl und Aufnahme sind immer wieder in der Lage, die deutsche Öffentlichkeit zu mobilisieren und tiefgreifende Kontroversen hervorzurufen.

Der Historiker Patrice Poutrus vertritt die These, dass hier im Kern weniger die konkreten Fragen der Aufnahme oder die Einschätzung der Situation Geflüchteter, sondern vielmehr das politisch-moralische Selbstverständnis der deutschen Gesellschaft verhandelt wird. Welche Konsequenzen müssen wir aus der Geschichte des Nationalsozialismus ziehen? Sind wir ein Einwanderungsland? Wollen wir in einer pluralistischen Gesellschaft leben? Welche Identität hat die ‚deutsche Nation‘? Wer gehört dazu?

Patrice Poutrus (Universität Erfurt) hat ein Buch über dieses ‚umkämpfte Asyl‘ geschrieben und geht dessen Geschichte von 1945 bis heute nach. Im Gespräch mit Thomas Lindenberger, Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung, wird er die Ergebnisse seiner Forschungen vorstellen. Diskutieren Sie mit!

Banner Veranstaltung "1000 Serpentienen Angst", 3.12.2020
3. Dez. | 19:30 Uhr: Olivia Wenzel liest: 1000 Serpentinen Angst • Gespräche über Zugehörigkeit

Die Veranstaltung findet digital statt und wird gestreamt. Sie können online mitdiskutieren.

Link zum Stream: https://t1p.de/t45m (Zoom)
Meeting-ID: 858 4322 1192
Kenncode: #Vielfalt2
Anleitung – so verwenden Sie Zoom.

Wir streamen außerdem bei Facebook und YouTube.


Die freie Autorin Olivia Wenzel erzählt von den Erfahrungen einer jungen, in der DDR geborenen ‚Person of Colour‘. Es ist ein Buch über vielfältige Formen der Ausgrenzungserfahrungen, berichtet jedoch ebenso von Zughörigkeit, Anerkennung und Freundschaft. Aber was bedeutet es, sich mit Erfahrungen der Ausgrenzung alltäglich auseinandersetzen zu müssen? Wie und wo wird dagegen Zugehörigkeit erlebt und welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen sein? Mit diesen Fragen setzt sich Wenzel auf vielen verschiedenen Ebenen auseinander. Sie gehören zum Alltag, begleiten sie auf ihren Reisen und prägen Beziehungen in Freundschaften und in der Familie. Sie setzt sich mit der Schwierigkeit auseinander, immer wieder als Nichtweiße benannt zu werden, ohne sich jedoch gleichzeitig von dieser Zuschreibung dominieren zu lassen. Insofern ist es auch eine Geschichte über den eigenen Platz in der Gesellschaft und über Zugehörigkeit, die die Voraussetzung für Freiheit ist.

Olivia Wenzels Roman ist in großen Teilen in dialogischer Form geschrieben und fordert so zum Gespräch heraus. Mit der Autorin, Eter Hachmann und Ihnen wollen wir dieses Gespräch über Fragen der Zugehörigkeit führen. Eter Hachmann ist Wissenschaftlerin, Referentin der Friedrich-Ebert-Stiftung und Vorsitzende des Ausländerrates Dresden und wird Themen, Erfahrungen und Eindrücke, die Olivia Wenzel literarisch verarbeitet, für den Raum Dresden / Sachsen diskutieren. Wie können Zugehörigkeiten in der sächsischen Zivilgesellschaft demokratischer ausgehandelt und gestaltet werden?

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