Rechte Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren
Termine:
Dienstag, 29.09.26 | 18:30-20:00 Uhr
Einlass ab 18:00 Uhr
Ort: Offener Prozess, Johannisplatz 8, 09111 Chemnitz
Die Veranstaltung ist dank Förderung kostenfrei.

Geht man der Frage nach, wo gewaltbereite extrem rechte Strukturen in Ostdeutschland herkommen, darf die Suche nicht erst nach der Wende beginnen. Bereits in der DDR existierte eine neonazistische Subkultur. Aus dieser formierten sich später Teile die militanten Neonaziszene, in der sich auch die Mitglieder des Terrornetzwerks „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bewegten.
Stefan Wellgraf bietet mit seinem zuletzt erschienenen Buch „Staatsfeinde“ einen Blick auf die rechte Skinhead- und Hooliganszene des Fußballclubs BFC Dynamo, die sich noch in der DDR politisch radikalisierte. Das Buch geht der Frage nach, wie rechtsextreme Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren entstanden sind und welche Rolle Konflikte mit dem Staat in der DDR dabei gespielt haben. Damit hinterfragt er kritisch das Verhältnis von staatlichen Institutionen der DDR und rechtsextremen Subkulturen. In sieht Letzteren sieht er auch eine Form der Rebellion gegen staatliche Repression und das autoritäre Regime der DDR. Wellgraf setzt sich dabei auch mit der Frage nach dem richtigen Umgang mit gewaltbereiter extrem rechter Subkultur auseinander.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des NSU Dokumentationszentrums „offener Prozess“ und des Kulturbüro Sachsen e.V.
Das Dokumentationszentrum verfügt über einen stufenlosen Haupteingang. Alle wichtigen Wege sind visuell kontrastreich gestaltet. Es stehen barrierefreie Toiletten zur Verfügung.
Antidiskriminierungsregel
Den Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.






