Neunzehn Namen aus Neunzehntausend - Finissage und Podiumsdiskussion

Zeit: Sonntag, 19. März 2017, 11 Uhr
Ort: Staatsschauspiel Dresden, Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Eine unabhängige Historikerkommission, einberufen durch die Stadt Dresden, hat festgestellt, dass bei der Bombardierung Dresdens bis zu 25 000 Menschen gestorben sind. Bei der ersten Vorstellung der Ergebnisse waren 19 000 Tote namentlich bekannt.
Doch wie sollte mit diesen Namen umgegangen werden? Es entwickelte sich eine Diskussion darüber, ob und wie diese Namen veröffentlicht werden sollen; ob es eine öffentliche Gedenktafel mit allen Namen geben solle obwohl dies eine Gleichsetzung von Opfern und Täter_innen darstellen könnte. Die Ausstellung Neunzehn Namen aus Neunzehntausend ist ein Beitrag in der Diskussion um das lokale Gedenken.
Das Podium diskutiert den Umgang mit den sehr unterschiedlichen Toten dieses Bombardements. Was haben nationalsozialistische Täter, sowjetische und andere osteuropäische Zwangsarbeiter_innen, tschechische Widerstandskämpfer, deutsche Jüdinnen und Juden, christliche und konfessionslose Deutsche sowie ein Besatzungmitglied eines britischen Bombers miteinander zu tun? Abschließend stellt sich die Frage nach dem Wie Weiter der Erinnerungskultur in Dresden in Bezug auf den Umgang mit den bekannten Namen der Toten der Luftangriffe am 13., 14. und 15. Februar 1945.

Es diskutieren:  Anja Reuss (Kuratorin der Ausstellung und Historikerin), Kathrin Krahl (Soziologin, Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen), Matthias Neutzner ( MEMORARE PACEM. Gesellschaft für Friedenskultur), Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg (Seniorprofessor Dr. phil. habil. Der TU Dresden)
Moderation: Stefan Schönfelder, Geschäftsführer Weiterdenken -  Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Die Ausstellung wird im Vestibül/Eingangsbereich des Staatsschauspiel gezeigt.

Eine Ausstellung des Kulturbüro Sachsen e.V. und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen .
Gefördert durch: das Amt für Kultur und Denkmalschutz; Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Toleranz fördern Kompetenz stärken; Lokales Handlungsprogramm für Demokratie und Toleranz und gegen Extremismus; Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Staatschauspiel Dresden, Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden