> Arbeitsbereich Empowerment und Gemeinwesenarbeit

In ausgewählten Sozialräumen (z.B. Gemeinde, Stadtteil oder Kiez) werden Beteiligungsstrukturen über einen längeren Zeitraum vertiefend entwickelt.
Ziel ist es, Demokratiepotenziale freizusetzen und das soziale und kulturelle Leben zu stärken. Empowerment bedeutet hierbei die Selbstermächtigung von im Alltag marginalisierten Gruppen. Basis der Arbeit ist die grundsätzlich menschenrechtsorientierte Einstellung aller Beteiligten.
Orientiert an den Bedürfnissen der Klient*innen erarbeiten wir gemeinsame Perspektiven und Zielstellungen, deren Umsetzung wir begleiten. Am Beginn der Arbeit steht in der Regel eine Sozialraumskizze auf der Grundlage von qualitativen, themenzentrierten Interviews und anderen aktivierenden Erhebungsmethoden im Gemeinwesen. Die Projekte sind langfristig (mehrjährig) angelegt, prozessorientiert und ergebnisoffen gestaltet.
Wir arbeiten nach den Fachstandards der Sozialen Arbeit / Gemeinwesenarbeit.
Aktuell wird das Projekt Diversity and Empowerment (DIADEM) Projekt Diversity and Empowerment (DIADEM) in den Standorten Hartha und Dresden umgesetzt.

 

Kontakt

Susanne Feustel & Ina Lorenz
Bautzner Str. 45, 01099 Dresden
Tel.: 0351. 323 3660
Fax: 0351. 5634 0898
E-Mail: junge-demokratie@kulturbuero-sachsen.de

 

Abgeschlossene Projekte

 

Projekt DIADEM

Das Projekt DIADEM arbeitet an zwei Projektstandorten und fördert lokale Demokratie und das Empowerment von Jugendlichen. Denn für einen Teil der ländlichen Regionen Ostdeutschlands müssen auch über 20 Jahre nach der deutschen Einheit Defizite in der Demokratieentwicklung und der Umsetzung einer offenen, interkulturellen Gesellschaft festgestellt werden. An den beiden neuen Projektstandorten Hartha/Mittelsachsen und Dresden arbeitet das Projektteam mit dort lebenden jungen Menschen. In Hartha engagieren sich Jugendliche für die Errichtung eines selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentrums - und müssen dabei so einige Hürden nehmen. In Dresden arbeiten wir mit einer Gruppe Jugendlicher zusammen deren Eltern nach Deutschland eingewandert oder geflüchtet sind. Ziel der Werkstattarbeit ist es, das die Jugendlichen ihre Interessen eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt vertreten und umsetzen können. Diese sollen zu einer Veränderung der politischen Kultur beitragen und die jugendkulturelle Landschaft bereichern.

Dieses Projekt wird maßgeblich finanziert von AKTION MENSCH. Finanzielle Unterstützung erhalten wir außerdem von der BGAG-Stiftung Walter Hesselbach und der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika. Zudem arbeiten wir auch dieses Mal mit zahlreichen Kooperationspartnern zusammen. Dazu gehört unter anderem unser Dachverband DER PARITÄTISCHE Sachsen. Wir bedanken uns schon an dieser Stelle für die Unterstützung des Projektes.

Informationen zum Projekt sind zu erfragen bei den Mitarbeiterinnen und teilweise auf der Facebook-Seite "Junge Demokratie".

 

Werkstatt Junge Demokratie (2012-2015)

Mit einem abschließenden Fachgespräch zum Empowerment von nicht-rechten, menschenrechtsorientierten Jugendlichen in Pirna und der Fertigstellung der Publikation „Vom Kopf auf die Füße“ (.PDF, 800KB) beendeten wir im Dezember 2014 das Projekt Werkstatt Junge Demokratie.
Nach drei ereignisreichen, von Erfolgen und Rückschlägen geprägten Jahren freuten wir uns besonders, dass mit unserer Mitwirkung selbstverwaltete Räume für menschenrechtsorientierte Jugendliche öffnen konnten. Klein aber fein - nun können die Jugendlichen der Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfohna e.V. und andere Engagierte aus Burgstädt und anderswo sich in eigenen Räumlichkeiten treffen, Vortrags- und Musikveranstaltungen durchführen.
Bestand über die Projektlaufzeit hinaus hat auch der Facharbeitskreis Menschenrechtsorientierte (Jugend)Sozialarbeit (MENOR), eine Gruppe von Menschen aus Westsachsen, die an unserer 9-tägigen Fortbildung teilgenommen und dort kennengelernt hatten und sich nach deren Ende dafür entschieden, weiter am Thema zu arbeiten.
Weitere Highlights waren die Verleihung des Hermine-Albers-Anerkennungspreises der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendhilfe an die Werkstatt Junge Demokratie im Juni 2014, die Arbeit mit Jugendlichen in Limbach-Oberfrohna und Burgstädt inklusive der Durchführung von Straßenfesten und Workshops, das abschließende Fachgespräch in Pirna mit Anwesenheit des Leipziger Konsuls der Vereinigten Staaten von Amerika.

Für die Förderung des Projektes bedanken wir uns ganz besonders bei
- AKTION MENSCH für die grundlegende Förderung und allen anderen Stiftungen, die uns in den drei Jahren Projektarbeit begleitet und unterstützt haben.

Weitere Informationen aus dem Projekt auf unserem Blog:
wjd.blogsport.de

Kontakt Werkstatt Junge Demokratie: Susanne Feustel / Ina Lorenz

 

 

Horizont 21 - Demokratie leben und lernen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Ein Gemeinwesenprojekt im Rahmen des Bundesprogramms "XENOS“

Das Kooperationsprojekt von Miteinander e.V. und Kulturbüro Sachsen e.V. wendete sich im ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt und Sachsen an Jugendliche, welche Schulen und Berufsausbildungseinrichtungen besuchen. Das Kulturbüro Sachsen setzte mit dem Projekt „Horizont 21“ in zwei Modellkommunen an. In Bernsdorf im Landkreis Bautzen wurde von der Euro-Schulen-Organisation, einem privaten Bildungsträger, und in Borna im Landkreis Leipziger Land von der staatlichen Dinter-Mittelschule ausgehend gearbeitet. Ziel war es, demokratische Prozesse und Partizipation von Jugendlichen zu stärken.

Mit der Zielgruppe wurde jedoch nicht isoliert gearbeitet, sondern das Personal der Bildungseinrichtungen sowie die Eltern der Jugendlichen aktiv in die Projektarbeit einbezogen. Dadurch wirkte das Projekt in das gesamte Gemeinwesen hinein. Ziel war es in beiden Kommunen, interkulturelle Kompetenz und Flexibilität sowie Erfahrungen von gelebter Demokratie als Form der konstruktiven Konfliktaustragung an Bürger und Bürgerinnen zu vermitteln.

Konkrete Projektinhalte und –ziele:

  • Entwicklung eines Schul- und eines Gemeinwesenporträts auf der Grundlage von aktivierenden Befragungen und Sozialraumanalysen
  • Entwicklung von langfristigen Konzepten zur Demokratisierung von Schulen und zur Verbesserung lokaler Teilhabe
  • Workshops und Kleinprojekte zur Stärkung von Demokratiebewusstsein, Mitbestimmung, bürgerschaftlichem Engagement und interkultureller Kompetenz und zum Abbau von Vorurteilen, Aufbau und Pflege internationaler Schulpartnerschaften, Stärkung und Vernetzung lokaler Akteure demokratischer Kultur und bürgerschaftlichen Engagements


Weitere abgeschlossene Projekte: