Zwickauer Geschichtswerkstatt mit Schüler*innen zur Aufarbeitung des NSU gestartet


Vom 22.-24. Januar 2018 führten wir gemeinsam mit unseren Partnern eine Bildungsfahrt mit Schüler*innen aus vier Zwickauer Schulen zum Thema Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) durch. Begleitet wird die Geschichtswerkstatt vom Kulturbüro Sachsen, dem Alter Gasometer e. V., Zwickauer Demokratie Bündnis und Zwickauer Jugendbuffet. Die teilnehmenden Schulen sind das Käthe-Kollwitz-Gymnasium; die Fucikschule, das Gymnasium Alexander v. Humboldt Haus I Werdau, die Pestalozzischule Zwickau und das Peter-Breuer-Gymnasium.
Die Fahrt nach München stellte den Auftakt einer Geschichtswerkstatt zur Aufarbeitung der Taten des NSU dar. Weitere Bildungsfahrten sind geplant. Das Hauptaugenmerk wird auf der Erstellung einer Dokumentation über Zwickauer Orte, Ereignisse und Personen liegen, die mit dem NSU in Verbindung standen.

Austausch mit NSU Watch

2. Auflage der Broschüre „Unter den Teppich gekehrt. Das Unterstützungsnetzwerk des NSU in Sachsen“

Die im Oktober 2017 vom Kulturbüro Sachsen e. V. veröffentlichte Broschüre „Unter den Teppich gekehrt. Das Unterstützungsnetzwerk des NSU in Sachsen“ ist jetzt in zweiter Auflage erschienen und wieder bestellbar. Sie beschäftigt sich mit den maßgeblichen Unterstützer*innen des NSU in Sachsen und ihren Unterstützungsleistungen für die Rechtsterrorist*innen. In der Publikation werden die Ergebnisse einer aufwendigen Recherchearbeit veröffentlicht und verbreitet, bei der die Dokumente der Untersuchungsausschüsse, des Gerichtsprozesses in München und zahlreiche Publikationen zum Thema intensiv ausgewertet wurden. Der NSU hat nach heutigem Kenntnisstand mindestens zehn Menschen ermordet und mindestens drei Sprengstoffanschläge verübt. Der Gerichtsprozess gegen die fünf Hauptangeklagten vor dem Oberlandesgericht in München dauert an. Deutlich wird bisher vor allem, was die juristische Aufarbeitung nicht leisten kann. Kaum sichtbar bleibt beispielsweise das Unterstützungsnetzwerk, das grundlegend zur Ermöglichung der begangenen Straftaten beitrug. Mit dem Fokus auf die Unterstützer*innen des NSU in Sachsen soll die veröffentlichte Broschüre diese Leerstelle schließen.

Die letzten Jahre waren im Themenfeld Rechtsextremismus und Demokratieentwicklung in Sachsen mehr als bewegt. Auch 2018 werden einige Hürden zu nehmen sein, um unsere demokratische und offene Gesellschaft gegen diejenigen zu verteidigen, die diese ablehnen und bekämpfen. Diese Aufgabe schaffen wir nicht allein, sondern nur mit Ihnen und euch gemeinsam.
Mit bewegten Bildern möchten wir uns für die bisher geleistete Unterstützung und den Zuspruch zu unserer Arbeit recht herzlich bedanken und gleichzeitig dazu auffordern, auch in Zukunft an unserer Seite zu stehen. Gern darf der Film über Ihre und eure sozialen Netzwerke und Verteiler weiterverbreitet werden.

Wir wünschen Ihnen und euch erholsame Feiertage und einen guten Start in ein hoffentlich erfolgreiches Jahr.

 

Call for Papers zum Kolloquium „Die Mitte ist ein Ort in der Hölle“

Kolloquium am 20./21.04.2018 in Dresden

Veranstalter*innen: Kulturbüro Sachsen e.V., Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

These: Die „Mittigkeit“ der politischen Parteien, das Fehlen sichtbarer Positionierung und Polarisierung, auch bei Widerspruch – der (wahrgenommene) Mangel an politischen Alternativen – ist eine Bedingung für das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte in Deutschland.

SELBSTverständlich Selbstverwaltet – Potenziale selbstorganisierter Jugendtreffs

Eine Informationsbroschüre für Bürgermeister*innen, Stadt- und Gemeinderät*innen, Mitarbeiter*innen der Verwaltung und Engagierte in der Jugendarbeit!

Die Publikation „Selbstverständlich selbstverwaltet“ des Kulturbüro Sachsen e.V. wirbt bei der Erwachsenenwelt für Verständnis und beschreibt Unterstützungsmöglichkeiten bei der Entstehung von selbstverwalteten Jugendprojekten und –treffs. Sie gibt konkrete Handlungsanleitungen für Bürgermeister*innen, Verwaltung, kommunalpolitische Akteur*innen und Interessierte.

Sie finden in der Broschüre gelungene Beispiele der Selbstverwaltung, Interviews mit Engagierten und Informationen zu gesetzlichen und versicherungsrelevanten Aspekten, sowie Handlungsanleitungen für Kommunalpolitiker*innen und Interessierte bei der Begleitung junger Menschen auf dem Wege in die Selbstverwaltung.

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