> 20. Februar: Tagung „Willkommen und Integration“

Zeit: 20. Februar 2016, 8:30 - 16:00 Uhr
Ort: Veranstaltungssaal, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

Allen Anstrengungen migrantischer und nichtmigrantischer Kinder und Eltern, Bürgerinitiativen und engagierten Lehrer*innen zum Trotz, spiegeln sich an Schulen oft die Konflikte um die Unterbringung von Flüchtlingen in Sachsen wider. Auch die verschiedenen Maßnahmen des Kultusministeriums und der Bildungsagenturen konnten dies nicht immer verhindern.
Schulleitungen beklagen mangelnde Informationen und Fortbildungsangebote. Sachliche und personelle Unterstützung bei der schulischen Aufnahme von Kindern aus neu angekommenen Familien werden von Lehrer*innen nicht selten als unzureichend empfunden. Bei sächsischen Eltern wachsen Befürchtungen und Vorurteile in Bezug auf eine mögliche Schlechterstellung der eigenen Kinder. Geflüchtete bzw. neu zugewanderte Kinder und ihre Eltern fühlen sich unverstanden, alleingelassen oder sogar ausgegrenzt.
Für die Kinder und ihre Eltern ist die Schule jedoch ein zentraler Ort – nicht nur um die Sprache zu lernen und Abschlüsse zu erreichen – sondern um persönliche Beziehungen aufzubauen und in einen lebenswerten Alltag zu finden. Gleichzeitig ist die Aufnahme von neu ankommenden Kindern eine Möglichkeit für die ganze Schulgemeinschaft, gegenseitige Hilfe und Unterstützung erfahrbar zu machen und kulturelle Perspektiven zu erweitern.
Das Ziel des Fachtages ist es daher, durch einen praxisnahen Austausch zu erarbeiten, welche Rahmenbedingungen in Sachsen bestehen und welche Voraussetzungen in sächsischen Schulen notwendig sind, damit Integration nicht in erster Linie mit Belastung und Überforderung verbunden wird, sondern als leistbare Herausforderung angenommen werden kann. Zudem werden theoretische Impulse und gelungene Praxisbeispiele in die Diskussion einbezogen. Schließlich haben alle Teilnehmer*innen die Möglichkeit, in Workshops tiefergehende Fragen zu stellen und Positionen zu erarbeiten, die in die laufende bildungspolitische Debatte eingebracht werden können.

Das komplette Programm sowie Hinweise zur Anmeldung und den Teilnahmebeitrag finden Sie in unserem Faltblatt (download als .PDF, 370 KB)

Eine Veranstaltung der Bildungsgewerkschaft GEW Sachsen, des Kulturbüro Sachsen e.V. und der Sächsische Landeszentrale für politische Bildung.

Hinweis
Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die neonazistischen Organisationen angehören, die neonazistischen Szenen zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser zu verweisen.