7.4.-19.5. Multiplikator*innenfortbildung in Görlitz

Anmeldung bis 30. März bzw. 14. April



Alle weiteren Informationen können Sie dem Faltblatt entnehmen, welches als .PDF zum Download zur Verfügung steht.

 

 

Neunzehn Namen aus Neunzehntausend - Finissage und Podiumsdiskussion

Zeit: Sonntag, 19. März 2017, 11 Uhr
Ort: Staatsschauspiel Dresden, Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Eine unabhängige Historikerkommission, einberufen durch die Stadt Dresden, hat festgestellt, dass bei der Bombardierung Dresdens bis zu 25 000 Menschen gestorben sind. Bei der ersten Vorstellung der Ergebnisse waren 19 000 Tote namentlich bekannt.
Doch wie sollte mit diesen Namen umgegangen werden? Es entwickelte sich eine Diskussion darüber, ob und wie diese Namen veröffentlicht werden sollen; ob es eine öffentliche Gedenktafel mit allen Namen geben solle obwohl dies eine Gleichsetzung von Opfern und Täter_innen darstellen könnte. Die Ausstellung Neunzehn Namen aus Neunzehntausend ist ein Beitrag in der Diskussion um das lokale Gedenken.
Das Podium diskutiert den Umgang mit den sehr unterschiedlichen Toten dieses Bombardements. Was haben nationalsozialistische Täter, sowjetische und andere osteuropäische Zwangsarbeiter_innen, tschechische Widerstandskämpfer, deutsche Jüdinnen und Juden, christliche und konfessionslose Deutsche sowie ein Besatzungmitglied eines britischen Bombers miteinander zu tun? Abschließend stellt sich die Frage nach dem Wie Weiter der Erinnerungskultur in Dresden in Bezug auf den Umgang mit den bekannten Namen der Toten der Luftangriffe am 13., 14. und 15. Februar 1945.

Es diskutieren:  Anja Reuss (Kuratorin der Ausstellung und Historikerin), Kathrin Krahl (Soziologin, Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen), Matthias Neutzner ( MEMORARE PACEM. Gesellschaft für Friedenskultur), Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg (Seniorprofessor Dr. phil. habil. Der TU Dresden)
Moderation: Stefan Schönfelder, Geschäftsführer Weiterdenken -  Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Die Ausstellung wird im Vestibül/Eingangsbereich des Staatsschauspiel gezeigt.

Eine Ausstellung des Kulturbüro Sachsen e.V. und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen .
Gefördert durch: das Amt für Kultur und Denkmalschutz; Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Toleranz fördern Kompetenz stärken; Lokales Handlungsprogramm für Demokratie und Toleranz und gegen Extremismus; Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Staatschauspiel Dresden, Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden

5. April, Leipzig: Fachtag „Nächstenliebe – Polizei – Gesellschaft“

Zum achten Mal treffen sich Angehörige der Polizei, verantwortliche Haupt- und Ehrenamtliche aus den Kirchen in Sachsen sowie Mitglieder zivilgesellschaftlicher Gruppen und Initiativen zum Austausch, wie dem erstarkenden Rechtspopulismus und -extremismus gemeinsam wirksam begegnet werden kann.
Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem vom Kulturbüro Sachsen. Eine Anmeldung ist erforderlich:
http://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Download Faltblatt als .PDF

Newsletter 04 des Kulturbüro Sachsen e.V.


In unserem ersten Newsletter dieses Jahr stellen wir Ihnen Mobile Beratung zum Themenbereich Asyl am Beispiel der Stadt Altenberg vor. Weiterhin informieren wie Sie über Formen von Rassismus in der Kita und unsere speziell dazu entwickelte Modulreihe, sowie über weitere Beispiele aus unserer Alltagspraxis. Außerdem enthält der aktuelle Newsletter Berichte über die Ergebnisse von Tagungen, Veranstaltungen und unsere neusten

Wenn Sie unseren Newsletter in Ihrer Institution, Ihrem Verein, Ihrem Bürgerbüro, in Ihrer Stadt oder Ihrer Gemeinde auslegen möchten, können Sie gern mehrere Exemplare bei uns bestellen. Der Newsletter als Digitalversion steht hier als .PDF (1,04 MB) zum Download bereit.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen, sind für Anregungen, Kritik und Gastbeiträge offen und wünschen Ihnen noch eine schöne Sommerzeit.

Ausstellung „Neunzehn Namen aus Neunzehntausend“ als Beitrag zur Diskussion um Dresdner Erinnerungskultur eröffnet.

Am 19.02. 2017 wurde die Ausstellung "Neunzehn Namen aus Neunzehntausend“ durch das Kulturbüro Sachsen e.V. und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung im Staatsschauspiel Dresden eröffnet. Die Ausstellung widmet sich der exemplarischen Aufarbeitung von 19 Biografien der anfänglich 19.000 namentlich bekannten Toten Dresdens im Februar 1945. Damit liefert die Ausstellung einen Beitrag zu Diskussionen um Erinnerungskultur in Dresden. Bürgermeister Hartmut Vorjohann, Beigeordneter für Bildung und Jugend, nahm an der Ausstellungseröffnung teil und richtete ein Grußwort an die über 80 Gäste.

Im Jahr 2010 stellte die Dresdner Historikerkommission ihren Abschlussbericht zu den Untersuchungen der Luftangriffe auf Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 vor. Bis dahin waren 19.000 Tote namentlich bekannt. Daraufhin entspann sich eine lebhafte Diskussion in der Stadtgesellschaft, wie ein Gedenken an diese Toten ausgestaltet werden kann. Vor allem die Idee, das Konzept der Kriegerdenkmäler auf die Namen der Luftkriegstoten von Dresden zu übertragen und die 19.000 Namen in der Bußmannkapelle an der Wand zu verewigen, rief starke Diskussionen und Debatten hervor und gab dem entscheidenden Impuls für die Idee zur Ausstellung „Neunzehn Namen aus Neunzehntausend“.

In der Ausstellung werden 19 Biografien vorgestellt, das Leben von unterschiedlichen Personen untersucht, nach ihren Schicksalen, Karrieren und ihrem Verhältnis zum Nationalsozialismus gefragt. Es werden sowohl Lebenswege von Täter*innen des Nationalsozialismus vorgestellt, als auch von sowjetischen und anderen osteuropäischen Zwangsarbeiter*innen in Dresden, einem tschechischen Widerstandskämpfer, deutschen Juden, christlichen und konfessionslosen Deutschen sowie eines Besatzungsmitgliedes eines britischen Bombers.

Grit Hanneforth, Geschäftsführerin vom Kulturbüro Sachsen e.V. über die Ausstellung: „Mit der über Jahre hart erkämpften Gleichwertigkeit von erinnerungskulturellen Formaten, wie der Menschenkette, dem Täterspurenmahngang, Protest gegen Neonazis und dem stillen Gedenken vor der Frauenkirche wurden Facetten dieser neuen Erinnerungskultur kaleidoskopartig sichtbar. Damit hat Dresden etwas entwickelt, was bleibt und was dieser Stadt auch heute bei den aktuellen Herausforderungen in der Auseinandersetzung mit neuen nationalistischen, völkischen und chauvinistischen Tönen helfen kann.“
„Diese Kultur der Erinnerung in Dresden möchte die Ausstellung „Neunzehn Namen aus Neunzehntausend“ mit einer weiteren Facette bereichern und Sie zur Diskussion einladen.“

Die Ausstellung ist bis 19.03.2017 im Eingangsbereich des Staatsschauspiels zugänglich und neben den Theatervorstellungszeiten auch montags von 13:00 bis 20:30 Uhr zu sehen. Eine Finissage, bei der der Ausstellungskatalog vorgestellt und zu einem Gespräch über Dresdner Erinnerkultur eingeladen wird, findet am 19.03. um 11:00 Uhr im Staatsschauspiel statt.

Unterkategorien